Kritik des Kölner-Stadt-Anzeigers zum Konzert in der Kölner Philharmonie am 18.2.2016

Karneval der Tiere

Scherzartikel auf höchstem künstlerischen Niveau, eifrig ausgeführt von der Jungen Philharmonie Köln (Dirigent und Moderator: Volker Hartung), das war der jüngste Publikumsrenner in der Kölner Philharmonie: Die Ouvertüre zu Mozart's "Figaro", ein Wirbelwind ohnegleichen; Saint-Saëns' »Karneval der Tiere« ein heiteres Bestiarium zwischen Romantik und Dadaismus; eine achtteilige Suite aus Tschaikowsky’s »Nussknacker«-Ballett, eine Typologie russischen Tanzvergnügens. In Zugaben war Konzertmeister Artem Komonov mit Sarasates "Zigeunerweisen"zu vernehmen, der Cancan aus Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" gab den Publikum die Chance zum Mitklatschen. (gb)

Gerhard Bauer

Kritik des Kölner-Stadt-Anzeigers zum Konzert mit Beethoven's 9. Symphonie

Bis zum letzten Platz war die Kölner Philharmonie für das Beethoven-Konzert ausverkauft. Standing Ovation für volle 20 Minuten in der Kölner Philharmonie und eine überwältigende Publikumsreaktion.

Hier die Kritik des Kölner Stadt-Anzeigers vom 28.2.2014:
Entdeckungsreise zu Beethoven
KLASSIK
Hartung mit der Jungen Philharmonie Köln
VON JOHANNES SCHMITZ
Beethoven und der Alkohol. Beethoven und die Taubheit. Der Dirigent Volker Hartung stellte das Konzert des Orchesters Junge Philharmonie Köln in seiner kurzen Anmoderation unter zwei biografische Gedanken. Und wies auch auf den wesentlichen Aspekt der neunten Sinfonie hin: dass Beethoven es da mit der ganzen Welt aufnehme. Die jungen Musiker aus vieler Herren Länder nahmen es mit Beethovens Werk auf. Sie durchschritten die emotionalen Höhen und Tiefen auf durchgehend auf gehobenem Niveau. Hartung gab moderne, rasante Tempi vor. Das Orchester folgte ihm darin und bot einen kräftigen Zugriff auf die Partitur. Diese Interpretation darf man als durchaus jung begreifen. Da mag man verzeihen, dass sich die Dynamik dieser ganz direkten Herangehensweise anpasste und selbst im langsamen Satz kaum wirklich leise musiziert wurde. Dafür aber stets mit Energie und dem Ringen um Intensität, was den Instrumentalisten große Sympathien in der ausverkauften Philharmonie eintrug.
Diese konnte besonders der 26-jährige Geiger Aleksej Semenenko aus der Ukraine auf sich vereinen, der vor der Pause Beethovens Violinkonzert mit kräftigem Ton und gediegener Interpretation meisterte. Auch hier ließ Hartung klare strukturelle Verhältnisse mit Sinn für die unterschiedlichen Gewichtungen der Instrumentengruppen walten, durch die die Themen wandern, was dann besonders bei der Neunten positiv auffiel. Den vokal-kollektiven Part steuerte der Philharmonische Chor Essen sicher bei, als Gesangssolisten präsentierten sich Barbara Spieß, Astrid Defauw, Corby Welch und Nikolai Karnolsky.

Konzertkritik in Schönstatt/Valendar

25. Februar 2014 | Rund ums Urheiligtum |

Begeisterndes Jubiläumskonzert mit Beethovens Sinfonie an die Freude

Der ukrainische Geiger Aleksey Semenenko spielt Beethoven in der Pilgerkirche

Hbre. Mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen bedankten sich die über 1.000 Zuhörer, die am Sonntag, 23. Februar, in der Pilgerkirche in Vallendar-Schönstatt, das Beethoven-Konzert der Jungen Philharmonie Köln und des Philharmonischen Chores Essen erlebt hatten. "Diese virtuose und zugleich majestätische Musik im Ambiente der Pilgerkirche in Schönstatt, einem der wohl besten Konzert-Räume im nördlichen Rheinland-Pfalz zu erleben, war für mich ein großes Geschenk", sagte ein Teilnehmer, der extra aus Trier nach Vallendar gekommen war. "Ein dem Anlass des Konzertes, '100 Jahre Schönstatt' absolut angemessenes Ereignis."
Die Junge Philharmonie Köln und der Philharmonische Chor Essen unter der Leitung von
Volker Hartung. Aleksey Semenenko, geboren 1988 in Odessa, Vertreter der berühmten Stoljarski Violinschule, derzeit zum Aufbaustudium in der Meisterklasse von Zakhar Bron an der Hochschule für Musik und Tanz, Köln.

D-Dur Konzert für Violine und Orchester – ein musikalischer Leckerbissen. Schon im ersten Teil des Abends erlebten die Zuhörer mit der Interpretation des Konzertes in D-Dur für Violine und Orchester op. 61 durch den jungen ukrainischen Geiger Aleksey Semenenko einen musikalischen Lecker- bissen. Semenenko beherrschte einerseits das wegen der hohen Lage der Solo-Violinstimme als extrem schwierig eingestufte Werk mit traumwandlerischer Sicherheit.

Andererseits war er gleichzeitig in der Lage, mit absoluter Feinfühligkeit und kraftvoller Virtuosität die Lyrik und Dramaturgie dieser Komposition Beethovens, die als eines der wichtigsten Werke der Konzertliteratur für Violine gilt, auf seiner im Jahr 1760 in Italien gebauten Landolfi-Geige, zu Gehör zu bringen.
Dass Orchester und Solist in dialogischer Ergänzung und in wetteifernder Gleichberechtigung als harmonisches Ganzes zu erleben waren, ist Volker Hartung, Chefdirigent der Jungen Philharmonie Köln, zu verdanken. Er ließ zum einen dem ukrainischen Solisten die nötige Freiheit, sich zu entfalten, zum Anderen konnte er die hochqualifizierten jungen Orchester-musikerinnen und -musiker einmal mehr dazu anspornen, die zarte bis brachiale Emotionalität des Werkes, das Beethoven komponierte, als er fast schon taub war, sensibel und kraftvoll zugleich zum Klingen zu bringen.

Volker Hartung, Chefdirigent der Jungen Philharmonie Köln, widmet sich besonders der Förderung und Entwicklung junger Talente. Mit fast 50 Sängerinnen und Sängern konnte sich der philharmonische Chor Essen gegen das Orchester behaupten.

Ein Loblied auf die Freude – Beethovens 9. Sinfonie in d-Moll
Für die Junge Philharmonie Köln sei die Aufführung der 9. Sinfonie in d-Moll op.125 eine Uraufführung gewesen, betonte Dirigent Hartung am Ende des Abends. Noch nie vorher hätte das Orchester dieses Werk zur Aufführung gebracht. Das Publikum möge nicht erschrecken, über die Lautstärke, die das Orchester gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Essen und vier Gesangssolisten im Konzertraum produzieren würden, hatte Hartung zu Beginn des zweiten Konzertteiles die Zuhörer vorgewarnt. Und tatsächlich, die voluminöse Klangfülle, die sich nicht nur im vierten Satz in der Ode an die Freude aufbaute, war - in Tempi und Rhythmen differenziert, in den Registern klar und klangfarblich eindeutig - überwältigend. Mindestens genauso beeindruckend waren aber auch die Teile des Werkes, die das Orchester in heiterer, tänzerischer Leichtigkeit (Scherzo) und behutsamer und zugleich ausdrucksstarker Intensität (dritter Satz) interpretierte. Absoluter Höhepunkt des Abends war aber das musikalisch gleichberechtigte Miteinander von Orchester, Chor und den vier Gesangssolisten, das in einer fesselnden Coda seinen Abschluss fand.

Die Information an die begeisterten Zuhörer zum Abschluss des Konzertes, das der Komponist
bei der Uraufführung am 7. Mai 1824 als Dirigent das Werk nur mit Unterstützung eines Hilfs-dirigenten leiten konnte, da er zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig ertaubt war, unterstrich einmal mehr die Genialität Beethovens, der unter - insbesondere für einen Musiker - so dramatischen Umständen mit seiner Neunten eine Sinfonie geschaffen hat, die heute als berühmtestes Werk der klassisch-romantischen Sinfonik gilt und die die Zuhörer an diesem Abend mit dem Erlebnis atem-beraubend majestätischer Klänge und geistlicher Tiefe zutiefst berührte.
Dr. Alexander Saftig, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, stellte den Zusammenhang zwischen dem Jubiläum Schönstatts und dem Konzert dar "Ein wunderbares Konzert zu einem wunderbaren Jubiläum."
Landrat Dr. Alexander Saftig hatte zu Beginn des Konzertes in einer Grußadresse, in der er auch seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass aus Anlass des hundertsten Geburtstages der Schönstatt-Bewegung dieses besondere Konzert möglich wurde, die Vorfreude auf einen Abend mit „faszinierenden Darbietungen der vielen Künstler“ formuliert.
Wie die große Zahl der Konzert-Besucher zeige, sei das Jubiläumskonzert auch „ein Symbol der Ver-bundenheit der vielen Menschen mit der Schönstattbewegung“, die mit dem Liebesbündnis seit 100 Jahren in die Gesellschaft hinein wirke. Schönstatt sei ein Ort, „von dem der christliche Glaube in die ganze Welt ausstrahlt.“
Wallfahrtsleiterin Schw. Anne-Meike Brück zeigte sich sehr zufrieden mit dem Jubiläumskonzert. Schon in der Pause habe jemand im Internet gepostet: "Ein wunderbares Konzert zu einem wunderbaren Jubiläum." Zufrieden sei auch der Veranstalter, der vor einigen Jahren schon einmal ein Konzert in der Pilgerkirche angeboten habe. Die Pilgerkirche sei wegen ihrer sehr guten Akustik und der Atmosphäre ein gesuchter Ort für musikalische Aufführungen.
Die überraschend große Anzahl Besucher sei auch eine direkte Unterstützung der Jungen Philharmonie Köln, die ansonsten ohne Subventionen auskommen müsse.

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Konzertkritiken 2013/ 14

08. Januar 2014
Im Dreivierteltakt ins Konzertjahr

Das Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Köln war ein gelungener
Auftakt ins Müllheimer Kulturjahr 2014.


MÜLLHEIM. Operettenglamour und Walzerseligkeit – das erste Neujahrskonzert in Müllheim mit der Jungen Philharmonie Köln war ein gelungener Auftakt ins Kulturund Konzertjahr 2014. Im mit rund 500 Zuhörern voll besetzten Bürgerhaus zündet das junge Ensemble ein brillantes Feuerwerk mit klingenden Schmankerln aus der Werkstatt von Offenbach, Lehár, Walzerkönig Strauss und anderen Komponisten der beschwingten Eleganz.
Unter der Stabführung von Volker Hartung musizierten die Kölner mit einer Frische und einem Temperament, das "gesetzteren" Jahrgängen manchmal fehlt. Die Energie sprang vom ersten Ton an auf das Publikum über, das Hartung später als außergewöhnlich "responsiv" lobte. Schwebend zarte Streicherklänge eröffneten das Konzert mit der Ouvertüre zu "Orpheus" von Jacques Offenbach, ein diffiziles, transparentes Klanggebilde mit großer Innenspannung, das in einen zuckersüssen Walzer mündet, den die straffe, rhythmisch akzentuierte Interpretation vor dem
Abgleiten ins Kitschige bewahrte.

Erfreutes Schmunzeln im Publikum gab es bei bei den ersten Takten des Can-Can zu beobachten, bei dem die Musiker so richtig Fahrt aufnahmen. Strauss’ "Frühlingsstimmen-Walzer" zeichnete sich durch dynamische Raffinesse und perfekt getimte Ritardandi in den Überleitungen aus. Dass die Junge Philharmonie einige exzellente Solisten in ihren Reihen hat, zeigte sich bei diversen Solo-Episoden von Klarinette und Cello, Flöte und Oboe. So spielte der Geiger Baptiste Pawlik eine hinreißende Version von Fritz Kreislers "Liebesleid" in schlichter, zu Herzen gehender
Melancholie, dezent begleitet vom Orchester. Konzertmeisterin Natalja Sergeeva brillierte als Solistin im rassigen "Tango Romanesca" von Jacob Gade. Alexej Semenenko, ebenfalls aus der Reihe der ersten Geigen, setzte mit dem dritten Satz aus Beethovens Violinkonzert einen neuen Maßstab mit unglaublichen Kontrasten zwischen zarter Innigkeit und wilder Hitze, mit seidigem, kristallklaren Ton, fernab von jedem künstlichen Pathos. Bemerkenswert hier auch die Kadenz mit intensiver zweistimmiger Motivarbeit.

Balance zwischen Kabarett und Konzertauftritt. Weitere Glanzlichter setzte die Mezzosopranistin Astrid Defauw mit bekannten Operetten-Arien wie "Meine Lippen, die küssen so heiß". Besonders das "Schwipslied" aus "Eine Nacht in Venedig" machte dem Publikum Riesenspaß, Defauw gelang hier eine stimmige Balance zwischen Kabarett und Konzertauftritt.
Volker Hartung lenkte mit straffem, energischem Dirigat, holte mit präzisen Gesten alles aus seinen Leuten heraus. Er fungierte aber auch als charmanter Moderator, der in wenigen Worten Charakteristisches zu den gespielten Werken
zusammenfassen konnte.

So lernte das Publikum auch den "Schlittschuhläufer" von Emil Waldteufel kennen, ein witziges Stück, das lautmalerisch Schwünge und Pirouetten auf dem Eis und einen mit Schellengeläut vorbeifahrenden Schlitten darstellt. "Ihrer Fantasie ist breiter Spielraum gewährt", meinte Hartung, der sich dazu bekannte, dass Tango für außer "Im Frühtau zu Berge" die tollste Volksmusik ist, die es gibt, und Lehár ein Schöpfer von Melodien, die man ein Leben lang nicht vergessen kann. "Wer kennt das nächste Stück nicht?", fragte er zum Walzer "An der schönen blauen Donau" und setzte hinzu: "Wir werden es so schön machen, wie wir können". Selten hat man den aufsteigenden Dur-Dreiklang, der das Werk einleitet, so genussvoll erlebt, ein perfekter Auftakt für den Walzer aller Walzer, der mit seinem magischen Fluss das Publikum kaum auf den Stühlen hielt.

Auch nach zwei Stunden hatte dieses noch nicht genug und wurde mit der fetzigen "Tritsch-Tratsch-Polka" und dem "Radetzkymarsch" fürstlich für seinen begeisterten Beifall belohnt. Große Zustimmung aus dem Saal erhielt Holger Lauer vom Kulturdezernat, als er ankündigte, dass auch 2015 "etwas in der Art" zum Jahresbeginn veranstaltet werden soll.

Ungläubiges Staunen über die Junge Philharmonie
Von: ale
Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2013, 15:20 Uhr

NÖRVENICH. Der Verein Nörvenicher Schlosskonzerte präsentierte die Junge Philharmonie Köln und bot unvergessliches Konzert im Rittersaal des Schlosses. „Ausverkauft“, meldete der Vorsitzende Klaus Mühlbauer. „Herbstfarben“ war das Konzert betitelt. Aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ erklang der Herbst zur Einstimmung. Was hätte besser passen können? Die Violin-Solistin Natalia Sergeeva gab den Ton an, ihr folgten voller Spielfreude die anderen Streicher.
Dem Adagio lauschte man aufmerksam und verfolgte gespannt das Spiel der Solistin, bevor das Allegro einen kraftvollen, harmonischen Zusammenklang als Abschluss setzte. „La Notte“ muss eine bezaubernde Nacht gewesen sein, jedenfalls spielte Ana Palacios die Flöte in betörender Weise.
„Sie werden Freude daran haben“, versprach Dirigent Volker Hartung, als er Variationen über Arien aus Mozarts Zauberflöte ankündigte. Die Zuhörer erkannten Passagen aus der Oper wieder, die Junge Philharmonie erfüllte den Raum mit wundervollen Klängen.

Leserkommentare
„Ich bin froh, hergekommen zu sein“, bekannte ein Gast aus Zerkall, „es hat sich gelohnt.“ Ein anderer meinte: „Wie diese jungen Menschen musizieren, das ist ein Klangerlebnis.“ Weiter ging es mit Johann Sebastian Bach, in der Suite Nr. 2 h-moll lernte man die Vielfalt dieser Musik kennen:
Die Ouvertüre begann feierlich, tänzerisch ging es weiter in Sarabande und Menuett.
Wie viel Disziplin dahintersteckt, bevor junge Menschen mit einer solchen Leichtigkeit, einer solchen Frische und Energie musizieren, das ließ sich nur ahnen.
Es gab laute Bravo-Rufe für den gekonnten Vortrag.
Nach dem „Kanon“ von Johann Pachelbel und Walzern von Anton Dvorak kam das Beste zum
Schluss: Niccoló Paganinis „La Campanella“. Hartung kündigte den Solo-Violinisten Roman Kim mit den Worten an: „Wir geben immer wieder gern einem jungen Solisten Gelegenheit, seine magischen
Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.“ Es war tatsächlich wie Magie, was die Zuhörer nun erlebten; ungläubig staunend genossen sie das „Glöckchen“, mit dem Roman Kim sie faszinierte. Nach der überwältigenden Darbietung erhoben sich alle von ihren Plätzen.
Am 28. September 2014 kommt die Junge Philharmonie wieder zum Schloss Nörvenich.


Musikalisch fulminanter Start ins neue Jahr beim Neujahrskonzert

Bravo, Junge Philharmonie Köln!
„Bitte lassen Sie neben sich keine freien Plätze und rutschen Sie zusammen! Wir sind ausverkauft!“ Dieser Aufforderung vor dem Neujahrskonzert sind alle Gäste gern nachgekommen.
Und so war tatsächlich keine Lücke mehr frei als die jungen Musiker der Jungen Philharmonie Köln unter der Leitung von Volker Hartung in den Ratssaal kamen. Es hatte etwas von einem Triumphmarsch, der schon vor dem eigentlichen Konzert erklang.

Der Applaus zur Begrüssung zeigte: Das Bremervörder Publikum liebt „seine" Junge Philharmonie Köln. Auch Bürgermeister Eduard Gummich strahlte, als er das Publikum mit den Worten begrüsste: „Ich darf Sie beglückwünschen, Sie haben eine Karte bekommen." Denn innerhalb nur einer Viertel-stunde waren sämtliche Karten verkauft.
Es war dies ein Jubiläumskonzert. Denn seit 20 Jahren erfreuen die Musiker der Jungen Philharmonie Köln (JPK) das Bremervörder Publikum. Womit? Mit bestens vorgetragener klassischer Musik, mit im positiven Wortsinne klassischen „Gassenhauern" aus den Federn der Komponisten Jacques Offenbach, Johann Strauss und anderen.
Der diesjährige Auftakt wurde mit der Ouvertüre und dem Can-Can aus „Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach gesetzt. Dirigent Volker Hartung steigerte kurz die Spannung - „Es geht gleich los". Dann ein Ansatz zum Sprung in die Höhe und der Saal bebte mit Offenbach. Hier brauchte kein Bann gebrochen werden. Das Publikum ging gleich mit. Die Begeisterung begleitete die Gesangs-Solistin Astrid Defauw bei der „Brief-Arie" aus der Offenbach‘schen Operette „La Périchole". Beschwingt leitete der „Frühlingsstimmen"-Walzer von Johann Strauss über zu einer Geschichte. Diese wolle man nämlich erzählen, erklärte Hartung. Dabei ging es um den „Schlittschuhläufer" von Emil Waldteufel. Ein weiterer Höhepunkt kündigte sich an: „Navarra" von Pablo de Sarasate.
Bevor die Violin-Solisten Fedor Roudine und Lika Yakupova glänzen konnten, gab es ein kleines Malheur. Eine Saite auf der Violine der jungen Musikerin Yakupova war gerissen. Doch schnell und professionell wurde der Schaden behoben, dann konnte das Publikum sich von der Virtuosität der beiden Violinisten verzaubern lassen. Mit „Perpetuum Mobile" von Johann Strauss ging es in die Pause.
Danach ging es furios mit den Slawischen Tänzen von Antonin Dvorak weiter. Wahre Begeisterungsrufe auch aus dem Mund des Bürgermeisters entlockte der Violin-Solist Roman Kim mit seiner Interpretation „I Brindisi" aus „La Traviata" von Giuseppe Verdi. Der junge Künstler traktierte, streichelte seine Violine, kämpfte mit ihr und zeigte ihr die Zähne mit denen er auch die Saiten bearbeitete. War das Publikum noch trunken vom Gehörten ergänzte die Mezzo-Sopranistin mit ihrem „Schwipslied" von Johan Strauss die Stimmung.
Ein besonderer Leckerbissen war der folgende Tango „Romansca" von Jacob Gade. Die eher rhetorische Frage Hartungs - „Schön, ne?" - wurde begeistert applaudierend bestätigt. Die „Champagner-Polka" von Johann Strauss ließ Fü.e wippen, und „Bravo"-Rufe rief Astrid Defauw hervor mit ihrer Interpretation des von Franz Lehar komponierten „Meine Lippen, die küssen so heiß". Abschließender Höhepunkt des gedruckten Programmablaufs war - „Wer kennt ihn nicht?" - der Klassiker „An der schönen blauen Donau" von Johann Strauss. Es bedurfte drei weiterer Zugaben, bevor das Publikum diesen Klangkörper erster Güte entließ. Den phänomenalen Schlusspunkt nach dem Radetzky-Marsch setzte die junge Violin-Solistin Lika Yakupova mit dem „Flug der Hummel" von Nikolai Rimski- Korsakow.
Wer dieses Konzert nicht miterleben konnte sollte sich rechtzeitig um Karten für das Schlossparkkonzert am 2. August vor dem Kreistagsgebäude in Bremervörde besorgen. Denn da werden die jungen Künstler wieder, mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, für beste Unterhaltung sorgen.
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Datum: 06. Januar 2014
"Das war das beste Neujahrskonzert"
Rudolf Höser
Es gehört seit 15 Jahren zum musikalischen Jahresbeginn: Das Neujahrskonzert der Kulturgemeinschaft
Bitburg mit der Jungen Philharmonie Köln. Rund 600 Zuhörer erlebten in der Bitburger Stadthalle das nach Meinung vieler bisher beste Konzert.
Bitburg. Sie sind "alte Bekannte", aber sie erneuern sich ständig. Gegründet 1972, lebt das Orchester Junge Philharmonie Köln vom Wechsel seiner Musiker. Es ist ein Schmelztiegel junger Talente, die hier eine Chance bekommen und diese oft als ein Sprungbrett für ihre musikalische Karriere nutzen. Dirigent Volker Hartung arbeitet deshalb ganz gezielt mit diesen Talenten und führt sie zu Höchstleistungen. Das zeigten sie beim Bitburger Neujahrskonzert mit einem anspruchsvollen und sehr beschwingten Programm.
Weltweit guter Ruf
Das Bitburger Publikum kann sich durchaus glücklich schätzen, das Orchester in jedem Jahr zu Gast zu haben. Die Junge Philharmonie Köln genießt inzwischen einen weltweit guten Ruf und ist auch ständig weltweit unterwegs.
Das Orchester unternimmt ausgedehnte Konzertreisen, war bereits in berühmten Opernhäusern wie in Sydney zu Gast. "Dennoch bleibt unser jährliches Neujahrskonzert hier bei
Ihnen in Bitburg von großer Bedeutung. Unsere Musik soll auch auf den kleineren Bühnen zu Hause sein", sagte der künstlerische Leiter und Dirigent Volker Hartung im Gespräch mit dem TV.
Das Orchester, das bis heute ohne Subventionen auskommt, leiste durchaus Pionierarbeit, wenn es sich nicht nur in berühmten Konzertsälen, sondern auch in Kleinstädten präsentiere. "Das Hauptanliegen der jungen Musiker in unserem Orchester ist es, die sinnlichen und emotionalen Triebkräfte der Musik für das Publikum hörbar zu machen", sagte Hartung.

"Ich denke, das war heute das beste Neujahrskonzert, das ich bisher gehört habe. Die Auswahl der Stücke war einfach wunderbar", sagte Gisela Schröder aus St. Thomas. Sie hat die meisten der 15 Konzerte des Orchesters in Bitburg gehört.
Und ihre Einschätzung wurde von vielen Konzertbesuchern geteilt. Walzermelodien von Johann Strauss und slawische Tänze von Antonin Dvorak erklangen, sogar der Tangorhythmus kam zu Ehren. Beeindruckend auch die Solisten, ob mit Instrument oder Stimme, es war immer ein Genuss. Wie etwa Fedor Roudine und Lika Yakupova mit ihren
Violinensoli oder auch die Mezzo-Sopranistin Astrid Defauw, die mit dem Lied "Meine Lippen, die küssen so heiß" aus der Operette "Giuditta" von Franz Lehár beeindruckte. Traditionell beendete das Orchester das Konzert mit dem Strausswalzer "An der schönen blauen Donau" und dem Radetzkymarsch, zu dem das Publikum rhythmisch mitklatschte.
© volksfreund.de

Dinslaken. Neujahrskonzert der Volksbank Dinslaken
mit der Jungen Philharmonie Köln unter Leitung von Volker Hartung begeistert das Publikum.
"Unser Konzert steuert auf die Volljährigkeit zu", sagte Helmut Böing.
Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Dinslaken begrüss te die Gäste zum siebzehnten Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Köln unter der Leitung von Volker Hartung in der Kathrin-Türks-Halle. Mit seiner Ansprache stimmte Böing auf das neue Jahr ein, in dem neben
Engagement, Zusammenhalt und Leistungsbereitschaft vor allem der genossenschaftliche Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" das private und geschäftliche Miteinander bestimmen sollen.
"Das Neujahrskonzert gehört für mich zu den ganz vertrauten Ereignissen im Jahreslauf", sagte Margarete Humpert. Die stellvertretende Bürgermeisterin warb in ihrem Grußwort dafür, über
Neuerungen in Dinslaken alte Stärken nicht zu vergessen. Danach entführten die Jungen Philharmoniker die Konzertbesucher auf eine musikalische Reise nach Wien und Paris. Als glänzend aufgelegter "Reiseleiter" agierte Dirigent Volker Hartung. Das Programm hatte neben erstklassigen Orchesterwerken auch exquisite Solobeiträge zu bieten. Die französisch-belgische Mezzosopranistin Astrid Defauw riss die Zuhörer zu begeistertem Applaus hin. Nach der Brief-Arie "Oh mon cher amant, je te jure" aus der Operette "La Périchole" von Offenbach zeigte sie auch schauspielerisches Talent beim berühmten "Schwipslied" von Johann Strauß und verzauberte als unwiderstehliche Liebhaberin in "Meine Lippen, die küssen so heiß" von Franz Lehár. Bravo-Rufe tönten beim Auftritt von Alexej Semenenko mit Beethovens Rondo für Violine und Orchester op. 61 durch den Saal. Der
Ausnahmeviolinist aus der Ukraine beherrscht sein Instrument mit atemberaubender Virtuosität. Auch Fedor Roudine und Lika Yakupova, die unter anderem mit "Navarra" von Pablo de Sarasate begeisterten, zählen zu den besten Nachwuchsgeigern ihrer Generation.

Das Orchester bot zahlreiche Klassiker, die man immer wieder gerne bei Neujahrskonzerten hört, wie das mit Humor vorgetragene "Perpetuum mobile" oder die Champagner-Polka, beide von Johann Strauss, aber auch andere Perlen der Musikgeschichte, wie zwei Slawische Tänze von Antonin Dvorak, Emil Waldteufels "Schlittschuhläufer" oder den Tango "Romanesca" von Jacob Gade. Nach einem ebenso nachdenklichen wie aufmunternden Schlusswort von Volksbank-Vorstand Claus Overlöper gab es noch drei tolle Zugaben und am Ausgang fair gehandelte Rosen für
die Damen.


Junge Philharmonie:
Klassik für Genießer
Donnerstag, 02.01.2014
HEMMOOR. Die voll besetzte Warstader Christuskirche erlebte einen wahren „Winterzauber“. Die
Kammerbesetzung der „Jungen Philharmonie Köln“ war zu Gast – und setzte die inzwischen lieb
gewordene Tradition der Weihnachtskonzerte des Orchesters in Hemmoor fort.
Das Ensemble unter der Regie des Dirigenten Volker Hartung und der Konzertmeisterin und
Violinistin Natalia Sergeeva spielte in der weihnachtlichen Atmosphäre der Christuskirche
klassische Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Niccolo Paganini
und Peter Tschaikowsky. Die dargebotenen Stücke orientierten sich vorwiegend an der Jahreszeit,
etwa „Der Winter“ aus dem Zyklus „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi oder das „Weihnachtskonzert“
von Giovanni Battista Pergolesi.
Die Junge Philharmonie Köln überzeugt nicht nur in ihrem meisterlichen Zusammenspiel aus
Flöten und Streichern, sondern auch durch die individuelle Virtuosität ihrer Solisten. Allen voran
die Violinistin Natalia Sergeeva, die Vivaldis Winter zum Klingen brachte und dem russischen Tanz
aus dem Ballet „Schwanensee“ von Tschaikowsky Seele, Schwung und Anmut verlieh.
Die vor allem durch das Bourrée-Thema populäre Orchestersuite Nr. 2 mit sechs Tänzen von Bach
wurde von Diego Garcia Conde als Solist auf der Querflöte mitreißend interpretiert. Bei
Tschaikowskys „Andante Cantabile“ glänzte der Cellist Shengzhi Guo.
Das Hauptanliegen der jungen Musiker, die in der Jungen Philharmonie Köln spielen, ist es, die
sinnlichen und emotionalen Triebkräfte der Musik hörbar zu machen. Das ist ihnen bei ihrem vom
Beifall des begeisterten Publikums begleiteten Konzert in der Warstader Christuskirche gelungen.
Von Ulrich Rohde

Musikalisches Feinschmeckermenü der Jungen Philharmonie
Von: rb
Letzte Aktualisierung: 19. Dezember 2013, 17:56 Uhr
Erhielt donnernden Applaus: Die Junge Philharmonie Köln gastierte in der Zitadelle.

JÜLICH. Die Junge Philharmonie Köln hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Jülich
gastiert. So auch am vergangenen Samstag in der Schlosskapelle der Zitadelle, in der kein
einziger Stuhl leer blieb, als das Orchester ein Konzert mit dem Namen „Winterzauber“ gab.
Bereits im Jahr 1972 begann die Geschichte des Ensembles, das damals von Erich Kluge, einem hoch angesehenen Solo-Kontrabassisten ins Leben gerufen wurde. Kluge hatte die Vision, mit einem jungen Ensemble aus hoch talentierten jungen Musikern, die ausgetretenen akademischen Pfade zu verlassenund das Musizieren als Abenteuer zu erleben.
Der heutige Chefdirigent Volker Hartung, der damals als 17-Jähriger dem Ensemble beitrat, erinnert
sich noch sehr lebhaft an die abenteuerlichen ersten Jahre. Einmal spielte man im Frack unter freiem
Himmel auf einer der Promenaden an der Côte d’Azur, als sich ein älterer Herr, der gerade mit seinem Hund spazieren ging, als Cary Grant zu erkennen gab und die jungen Musiker prompt für die
Filmfestspiele in Cannes anheuerte. Später wurde das Orchester von Alfred Biolek als
„Hausensemble“ für seine TV-Sendung „Bio’s Bahnhof“ engagiert.

Leserkommentare
Das begeisterte Jülicher Publikum konnte sich davon überzeugen, dass man auch heute, mehr als vier Jahrzehnte nach Gründung des Ensembles, nichts von der ursprünglichen Abenteuerlust verloren hat.
Heute wie damals zeichnet sich die Darbietung der jungen Philharmoniker nicht nur durch ihre hohe
Qualität, sondern auch durch ihre enorme, mitreißende Spielfreude aus. Denn erklärtes Ziel ist es auch, junge Menschen, zu deren Hörgewohnheiten eher moderne Musikrichtungen zählen, auch für
klassische Musik zu gewinnen.
So waren zum Konzert in Jülich Musikfreunde aller Altersklassen gekommen. Ihnen wurde ein
musikalisches Feinschmeckermenü mit Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi,
Johann Sebastian Bach und Niccolo Paganini serviert – alles fein abgestimmt nach winterlichen und
vorweihnachtlichen Motiven.
Mit donnerndem Applaus verabschiedete sich das begeisterte Publikum, sicherlich in voller Vorfreude
auf die nächste Begegnung mit der Jungen Philharmonie Köln.